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Projekte Humboldt

Das Projekt „Jugend debattiert“

Als bundesweiter Schülerwettbewerb auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten wurde „Jugend debattiert“ im Jahre 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Kern des Projektes ist  ein Wettbewerbsformat, das in Schulen einen großen Beitrag zur politischen Bildung und Demokratieerziehung leistet und die Persönlichkeitsbildung von Jugendlichen durch den gegenseitigen Austausch und Perspektivwechsel effektiv fördert.

Aufgrund eines vielfältigen Fortbildungsangebotes mit professionellen Rhetoriktrainern und durch ein ausgefeiltes Curriculum konnte sich das Projekt über die Multiplikation durch ausgebildete Lehrertrainer und Lehrkräfte in der Schullandschaft breit ansiedeln und findet in den verschiedensten Unterrichtsfächern seine anerkannte Anwendung. Die entwickelten Unterrichtseinheiten, die mit vielen praktischen Spiel- und Übungseinheiten die Ausdrucksfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, das Aneignen von Sachkenntnissen und die Überzeugungsfähigkeit eingängig und abwechslungsreich schulen, bilden das Fundament der Wettbewerbsstruktur. Auf ihnen basieren die anschließenden Schul-, Regional- und Landeswettbewerbe, die ihren krönenden Abschluss im alljährlichen Bundesfinale in Berlin finden.

Seit 2008 ist „Jugend debattiert“ in Deutschland der drittgrößte bundesweite Schülerwettbewerb. Im Schuljahr 2012/13 haben sich rund 155 000 Schülerinnen und Schülern aus 870 Schulen daran beteiligt.

Bereits im Jahre 2005 wurden erste Schritte über die Grenzen Deutschlands hinaus unternommen. Das ständig weiterentwickelte Curriculum sollte  seine Anwendung nun  für Nicht-Deutsch-Muttersprachler zunächst in Polen und Tschechien finden.

Mittlerweile hat sich die diese Bewegung weit ausgebreitet: viele deutsche Schulen in jetzt acht Ländern Ost- und Mitteleuropas, in Spanien, Portugal und sogar China organisieren „Jugend debattiert“  - Unterrichtsreihen und  Wettbewerbe.

Seit 2011 wurden auch in  Brasilien mittlerweile 61 Lehrkräfte von elf Schulen ausgebildet, die das Projekt  in ihrem DaF (Deutsch als Fremdsprache)-Unterricht erfolgreich umsetzen. Die Schülerinnen und Schüler stellen sich der großen Herausforderung in einer Fremdsprache fair und sachlich miteinander zu debattieren, ihre Standpunkte zu vertreten und ihren Mitschülern aktiv zuzuhören. Das Konzept wird hier nicht nur dem wichtigen Aspekt der Redemotivation mehr als gerecht, es bietet auch die Begegnung mit einer Struktur der inhaltlichen Auseinandersetzung, wie sie nicht in allen Kulturen üblich ist. Unter dem Gesichtspunkt des Fremdsprachenerwerbes ein großer Gewinn für den Deutschunterricht, da eben Kenntnisse zu genau dieser Form der Erörterung für das Erreichen des deutschen Sprachdiplomes unerlässlich sind.

Im Rahmen des deutsch-brasilianischen Jahres 2013/2014 fand vom 23.04.- 25.04.14 der erste brasilienweite Landeswettbewerb am Colégio Humboldt in São Paulo statt, wo die Umsetzung des Projektes in Brasilien auch ihren Ursprung nahm, zu dem alle Sieger der teilnehmenden Schulen in ganz Brasilien herzlich eingeladen sind.