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Über uns

Unsere Geschichte

  • 1916 traf sich eine Gruppe von Deutschen in der Bäckerei Lindau am Largo 13 de Maio, um einen deutschen Schulverein zu gründen. Sie wollten für ihre Kinder eine Schule aufbauen, in der sie die deutsche Sprache in Wort und Schrift erlernen konnten  und in der eine Schulbildung nach deutschem Vorbild möglich sein sollte. Noch am selben Tage wurde ein provisorischer Vorstand für den Schulverein  ernannt. Der Unterricht wurde am 1. Mai 1916 aufgenommen.

    Die Schule entwickelte sich schnell und hatte schon bald 41 Schüler. Wegen des Ersten Weltkriegs musste die Schule 1917 geschlossen werden. Erst 4 Jahre später, also im Jahre 1921, konnte sie wieder mit zunächst 15 Schülern eröffnet werden.

  • Wegen der gestiegenen Schülerzahl (1927 nahmen bereits 60 Schüler am Unterricht teil) stiftete Herr Heinrich Grassmann 1927 dem Schulverein ein Grundstück  an der Ladeira da Matriz 204 und finanzierte den Bau des ersten Schulgebäudes auf einem eigenem Grundstück. Ein Jahr später wurde ein Nachbargrundstück dazugekauft, so dass  das Schulgelände auf  1700 m² erweitert werden konnte. 1931 nahmen  bereits 100 Schüler am Unterricht teil, die auf  8 verschiedene Klassen aufgeteilt waren.Die Schule wurde zum  Zentrum für alle Kulturveranstaltungen der deutschen Kolonie von Santo Amaro.

  • Als Brasilien 1942 in den 2. Weltkrieg eintrat, wurde die Schule wieder geschlossen und ihr Eigentum vom brasilianischen Staat beschlagnahmt. Am Ende des 2. Weltkriegs existierte der Schulverein praktisch nicht mehr. Das vom Staat beschlagnahmte Eigentum wurde von einer Rechtspflegerin, der früheren Portugiesischlehrerin der Schule, Dona Carlota, verwaltet.Das Grundstück und die Gebäude wurden für die verschiedensten Zwecke genutzt, wie beispielsweise  zur Ausbildung von Rekruten der brasilianischen Wehrmacht  oder für Näh- und Schneiderkurse für Mädchen. Nach dem 2. Weltkrieg begann ein Rechtsstreit um das Grundstück und die Gebäude, der mehr als zehn Jahre dauerte.

  • 1955 hat der brasilianische Staat das Schulgelände mit dem Schulgebäude dem Schulverein Sociedade Escolar Barão do Rio Branco zurückgegeben. Leider waren das Gebäude und die Einrichtungen in einem bedauerlichen Zustand. Nach einer vollständigen Renovierung konnte der Schulbetrieb 1957 wieder aufgenommen werden. 1958 begann der Unterricht  für  das 5. Schuljahr und die Schule hatte bereits wieder 150 Schüler. Da keine finanzielle Unterstützung von Dritten bereitgestellt werden konnte, musste das weitere Wachstum der Schule ausschließlich von den Eltern finanziert werden,  die an der Erziehung ihrer Kinder interessiert waren. 1959 zählte die Schule 210 Schüler, die von 11 Lehrern in 7 Unterrichtsräumen unterrichtet wurden. Im gleichen Jahr erhielt die Schule die staatliche Erlaubnis zusätzlich auch den Gymnasialunterricht einzuführen. Die Schule wurde  zu Ehren von Alexander und Wilhelm von Humboldt in Ginásio Humboldt umbenannt. Mit der Einführung der gymnasialen Oberstufe im Jahre 1966 erhielt die Schule den heute noch aktuellen Namen: Colégio Humboldt. Die Schule hatte ihr Ziel erreicht und wurde in der Gesellschaft anerkannt.

  • Das Schuljahr 1970 begann mit 529 Schülern und 49 Lehrkräften.1976 wurde das 60-jährige Jubiläum gefeiert. Die Feierlichkeiten wurden gemeinsam mit der Grundsteinlegung für den vierten Bauabschnitt des Hauptgebäudes in der Rua da Matriz durchgeführt.1979 hatte die Schule 956 Schüler und 71 Lehrkräfte. Durch den Zukauf von benachbarten Grundstücken und kontinuierlichen Erweiterungsbauten konnte die  Grundstücksfläche auf  9.504 m² und die bebaute Fläche auf 4.925 m² erweitert werden.Durch eine große Spendenaktion aller Eltern und der in São Paulo ansässigen deutschen Industrie konnte noch eine zusätzliche Grundfläche von  2.597 m² zugekauft werden. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich zum ersten Mal an der Finanzierung des Baus von weiteren Schulgebäuden beteiligt.Ab 1979 konnten die Schüler die gymnasiale Oberstufe entweder mit den Lehrplänen der allgemeinbildenden Schule oder alternativ mit Lehrplänen für eine kaufmännische Ausbildung absolvieren. Nach erfolgreichem Gymnasialabschluss konnten die Schüler beider Bildungsformen an einer brasilianischen Universität studieren, sofern sie die entsprechende Aufnahmeprüfung bestanden haben. 1979 zählte die Schule 75 Lehrkräfte, davon wurden 7 von der Bundesrepublik Deutschland und 1 von der Republik Österreich entsandt.

  • Die kaufmännische Berufsschulausbildung im Anschluss an die gymnasiale Oberstufe wurde 1982 gestartet und wurde 1992 als kaufmännische Berufsschule anerkannt. Der offizielle Name der Berufsschule lautete: DUAL - (Instituto de Formação Profissional Administrativa). Im März 1983 wurde das neue Gebäude nit 18 Klassenzimmern, modernen Laborräumen, Kunstraum, Bibliothek und einem Auditorium mit 240 Sitzplätzen eingeweiht. Verbesserungs- und Erweiterungsarbeiten an der Humboldtschule wurden bis 1986 weitergeführt. 1987 beschlossen die Mitglieder des Schulvereins die Schule aus dem Zentrum von Santo Amaro in eine ruhigere Zone zu verlegen und dazu nach einem geeigneten Grundstück zu suchen.In der Rua Zike Tuma wurde ein geeignetes Grundstück mit 49.000 m² gefunden. 1989 wurde ein Nachbargrundstück von 8.000 m² und  1990 ein weiteres Grundstück von  3.000 m²  dazugekauft, so dass an diesem Standort für den Neubau der Humboldtschule eine Grundfläche von 60.000 m² zur Verfügung stand.

    Als das Bauprojekt für die neue Schule fertig war, wurde 1992 sowohl ein Antrag für einen Baukostenzuschuss an die Bundesrepublik Deutschland als auch das Baugesuch an die zuständige Behörde der Stadtverwaltung São Paulo eingereicht. Während den beiden Prüfungsphasen musste das Projekt  an verschiedene Forderungen von den deutschen und den brasilianischen Behörden  angepasst werden.Erst 1995 wurde die Baugenehmigung von den Behörden der beiden Länder erteilt. Wegen den verschlechterten Umweltbedingungen in dem Stadtteil, in dem unser Grundstück an der Rua Zike Tuma lag, hat sich die Leitung des Schulvereins entschlossen, nach einem andere Grundstück zu suchen. In Interlagos, einem wesentlich besseren und ruhigerem Stadtteil wurde ein geeignetes Grundstück mit einer Fläche von  61.000 m² gefunden.

  • Das ganze Neubauprojekt wurde dem neuen Grundstück angepasst. Mit finanzieller Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland konnten die Bauarbeiten 1998 begonnen werden.  Im September 1999 konnte der Schulbetrieb in den neuen Räumlichkeiten aufgenommen werden. Hier gab es nun genügend Platz in modernen Schulgebäuden.

  • Das Jahr 2000 war dann das Jahr der großen Umstellung und Anpassung für die Schüler, Lehrer, Angestellten und Eltern an eine neue Schule mit einer Grundfläche von mehr als 60.000 m².  Zu diesem Zeitpunkt waren die Außenanlagen noch  in Arbeit, so dass beispielsweise noch keine Bäume und Blumen gepflanzt waren.In der Folgezeit wurden mehr als 1000 Bäume und viele verschiedene Blumenarten gepflanzt. Dadurch verwandelte sich die weitläufige Fläche nach und nach in eine Grünfläche mit einer vielfarbigen Blumenpracht während  des ganzen Jahres. Diese schön angelegten Außenanlagen wurden von Allen begeistert angenommen und geschätzt.

    Im Jahre 2001 wurde mit der zweiten Bauphase des Projektes begonnen. Dieser Bauabschnitt betraf das Humboldttheater mit 430 Sitzplätzen, das Restaurant, die Imbissstube und die komplette Infrastruktur für kulturelle Veranstaltungen. Die Quandt-Stiftung hat den Bau des Humboldttheaters durch eine große Spende mitfinanziert. Im Jahre 2002 wurden die pädagogischen Projekte im Bereich Kunst zusammengefasst und in die neu errichteten Kulturräume verlegt. Einige dieser Projekte dienten auch zur Verschönerung der Schulgebäude, wie beispielsweise die Teppicharbeiten  in der 4. Klasse, das Entwerfen und Herstellen von grafischen Symbolen zur Kennzeichnung der neuen Flächen und Räume in der 6. und 7.Klasse, das Bemalen von Wandplatten für die Imbissstube in der 8. Klasse und die Herstellung eines Mobile für das Foyer des Theaters in der Abiturklasse.

  • Das Humboldttheater wurde im März 2003 eingeweiht. Seitdem finden dort neben unzähligen und qualitativ hochwertigen Theateraufführungen sowie musikalischen und anderen künstlerischen Vorstellungen u. a. auch Abschlussfeiern und Elternversammlungen statt. Das Humboldttheater bietet in seinem Kulturprogramm auch regelmäßig Theateraufführungen für Kinder und Jugendliche für das allgemeine Publikum an. Die Theaterräumlichkeiten können auch für externe Veranstaltungen vermietet werden.Nachdem die Bauarbeiten am Humboldttheater abgeschlossen waren, konnte man sich auf die Ausführung des Projektes Sporthalle konzentrieren. Die Bauarbeiten begannen im Dezember 2003.

  • Am 11.Juni 2005 wurde die Sporthalle mit einem wunderschönen Fest unter der Schirmherrschaft  des deutschen Botschafters in Brasilien eingeweiht. Seitdem wird die Sporthalle intensiv von Schülern und Lehrern genutzt. Darüberhinaus werden dort auch Sportwettkämpfe zwischen Eltern, ehemaligen Schülern und Angestellten durchgeführt.Alle Veranstaltungen und Feierlichkeiten im Jahre 2006 waren dem 90-jährigen Jubiläum der Humboldtschule gewidmet. Es wurden die Maskottchen Alex (Alexander von Humboldt)  und Willi (Wilhelm von Humboldt) geschaffen. Diese Maskottchen sollten die Schüler ermuntern und begleiten bei den Nachforschungen über die Geschichte der Humboldtschule, der Erstellung einer Chronologie für die zurückliegenden 90 Jahre mit einem Vergleich der wichtigsten geschichtlichen Ereignisse der Humboldtschule, Brasiliens und der Welt, Auswahl von aktuellen Fotos über die Humboldtschule zur Erstellung  eines Kalenders für das nächste Jahr in einem Workshop.

    Weitere Höhepunkte waren die Fotoausstellung über die geschichtliche Entwicklung der Humboldtschule, der offiziellen Abschlussfeier des Jubiläumsjahres und  der Einweihung   einer permanenten Gedächtnisstätte Humboldt,In diesem Jahr wird das langersehnte Schwimmbad mit einem Schwimmbecken mit 25 Meterbahn und einem Kinderbecken fertiggestellt. Weiterhin soll ein zusätzlicher Gymnastikraum mit neuen Umkleideräumen und zwei Klassenräumen für den Kindergarten errichtet werden. Damit ist das Originalprojekt für die neue Humboldtschule abgeschlossen.

  • Im Jahr 2012 wurde das Projekt EcoHumboldt mit dem Ziel ins Leben gerufen, das Bewusstsein der  Schüler für ökologische Fragen zu wecken und zu vertiefen, wobei der Nachhaltigkeit ein besonderes Gewicht beigemessen wird. Das Thema wurde vom Kindergarten bis zum Abitur transversal behandelt. Zur separaten Sammlung des Abfalls wurden Müllcontainer aus wiederverwerteten Materialien hergestellt und im Schulgelände aufgestellt. Bei den Aktivitäten geht es nicht nur um das Sammeln wiederverwertbaren Abfalls, sondern auch darum, wie man mit weniger Rohstoffen auskommt und diese recycelt.

    Im Jahr 2013 wurde in der Humboldtschule das Programm AutoHumboldt mit der Intention ins Leben gerufen, die Einsicht zu gewinnen, dass im wir im Verkehr alle gleich wichtig sind. Mit diesem Programm wollen wir erreichen, dass die Schüler zuerst bewusstere Fußgänger, dann umsichtigere Radfahrer und schließlich bessere Autofahrer werden.

  • September 2014 ist ein besonderes Datum: die Humboldtschule ist jetzt seit 15 Jahren im Stadtteil Interlagos ansässig. Im selben Jahr wird das Projekt Bili (Bilingualer Unterricht Portugiesisch – Deutsch) im Kindergarten I eingeführt. Der zweisprachige Unterricht erfolgt durch zwei Lehrerinnen in jeder Klasse, die eine als deutsche, die andere als brasilianische Referenz. Außerdem empfangen wir, ebenfalls im Jahr 2014, die Bund-Länder-Inspektion aus Deutschland und erhalten die Erneuerung des Gütesiegels „Exzellente Deutsche Auslandsschule”. 

    Nach einem Jahr intensiver Bau- und Renovierungsarbeiten zur Vergrößerung und Verbesserung des Kindergartenbereichs wird dieser den Schülern am ersten Schultag 2015 übergeben. Das Jahr beginnt außerdem im Zeichen einer großen nationalen Besorgnis – die zunehmende Verknappung des Wassers. Die Frage steht sowohl bei der pädagogischen Leitung als auch bei der Schulverwaltung auf der Tagesordnung und wird in den Klassen behandelt, wobei die Schüler in den Entscheidungsprozess einbezogen werden und Vorschläge zur angemessenen Nutzung dieser immer knapper werdenden Ressource einbringen können.